Gerüchte, Fragen, Missverständnisse

Gerüchteküche

Die am häufigsten gestellten Fragen um Jeanne d'Arc. Es ist immer wieder faszinieren zu sehen, wie viele Gerüchte, Märchen und Missverständnisse sich um die Jungfrau  ranken. Ausgelöst durch fantasievolle Autoren oder einfach Menschen, die ihre "eigene Johanna" durchbringen wollten.

Ich versuche hier, alle Fragen die des Öfteren an mich gestellt werden, so gut und meines Wissens nach zu beantworten! Bei sonstigen Fragen um oder über Jeanne d'Arc könnt ihr mich jederzeit, unter webmaster@jeannedarc.fr kontaktieren.

Die Fragen auf dieser Seite:

 1. Jeanne d'Arc, ein königlicher Bastard ?

 2. Jeanne entkam dem Feuer?
3. Hatte Jeanne einen Gatten/Geliebten?

4. War Jeanne eine Deutsche?
5. War Jeanne lesbisch?

 6. Blutrünstige Tyrannin ?

7. Wurde Jeanne vergewaltigt?
8. Starb Sie wirklich als Jungfrau?

 

1. Jeanne d'Arc ein königlicher Bastard ?


War Jeanne d'Arc ein könlicher Bastard, der der Familie d'Arc untergeschoben wurde?!

Die ewige Frage, ob die Geschichte des armen Hirtenmädchens  nur eine romantische Hindichtung eines eigentlichen königlichen Bastardes war, taucht immer wieder in irgendeinem Buch auf. Allerdings sind diese Behauptungen kaum ausreichend hinterlegt, und es gibt noch zu eindeutige Beweise, wieso die Geburt in Domrémy dagegen spricht!

Hier sind einige Punkte, die gegen die Bastard-These sprechen:

-         Allen Quellen zufolge ist Jeanne d'Arc in der Nacht des 6. Januar zur Welt gekommen. Perceval von Boulainvilliers, ein Kammerherr König Karls VII,. berichtet am 21.Juni 1429 in einem Brief an den Herzog von Mailand: „Es war in der Epiphaniasnacht, als sie zum ersten mal das Licht dieser irdischen Welt erblickte, und  - wunderbar zu berichten! - die armen Einwohner des Ortes wurden von einer unbegreiflichen Freude befallen. Noch ohne von der Geburt der Jungfrau zu wissen, liefen sie einer zum anderen und fragten, was Neues geschehen sei. Für einige war es Anlass wieder neuen Lebensmut zufassen. Was lässt sich dem hinzufügen? Die Hähne, wie Herolde dieser glückhaften Neuigkeit, krähten auf eine nie zuvor gehörte Weise und schlugen mit den Flügeln; zwei Stunden lang fuhren sie so fort, dieses neue Ereignis zu verkünden." Dieser Brief, zu Zeiten geschrieben, Als Jeanne d'Arc schon eine Berühmtheit war, ist sicherlich mit schmückendem Beiwerk angereichert. Doch soll, so die Verfechter der „Königstheorie", der Tumult in jener Nacht dadurch entstanden sein, dass eine Horde Berittener das acht Wochen alte Königsbaby zu der Familie d'Arc gebracht habe. Gegenargument: Eine solche Aktion wäre den Chronisten nicht verborgen geblieben!!!

-         Wäre Jeanne d'Arc 1407 geboren, so hätte man 1412 ein fünf Jahre altes Mädchen getauft. Immerhin haben im Rehabilitationsprozess vier Paten ausgesagt, die bei diesem Ereignis dabei waren. Auch sie verloren kein Wort über die doch sicherlich merkwürdige, weil so späte Taufe. In einem Dorf wie Domrémy, damals wie heute eine „Mini-Gemeinschaft", in der jeder über jeden Bescheid weiß, wäre es nicht verborgen geblieben, wenn am angesehenen Jaques d'Arc und seiner Frau Isabella ein Kind untergeschoben worden wäre. Auch die jahrelange Anwesenheit von 2 Erziehern, die dem Mädchen angeblich eine standesgemäße Ausbildung zukommen ließen, wäre mit Sicherheit aufgefallen. Auch scheint diese „Ausbildung" nicht von Erfolg gekrönt gewesen zu sein; Jeanne d'Arc, das wiederum steht fest, konnte so gut wie nicht lesen oder schreiben. Jedoch wird angenommen dass sie es, zwar sehr schlecht und nur mühsam, aber ansatzweise konnte, die Vermutung stammt von Jeannes Wunsch im Verurteilungsprozess, die Anklagepunkte schriftlich vorgelegt zu bekommen!

-         Punkt drei: Schließlich wäre in einem Prozess, den zwar französische Ankläger und Richter gegen Jeanne führten, englische Interessenvertreter aber noch mehr oder weniger steuerten, jedes auch noch so kleine Indiz über die königliche Herkunft der berühmten Frau gierig aufgegriffen worden. Auch davon ist nichts überliefert worden. Im Gegenteil: Mit seltener Akribie wurde in diesem Verfahren eine Angeklagte „durchleuchtet" - nur über ihre angebliche Verwandtschaft zum König kam nichts ans Licht. Man kann sich vorstellen, wie gerne die Richter und ihre Auftraggeber ein solches Argument (oder auch nur eine Theorie) aufgegriffen hätten.

Und muss man eigentlich noch immer darauf hinweisen, dass der König im Dorf Domrémy hat sehr genaue Untersuchungen über Jeanne hat anstellen lassen?!
Regine Pernoud fasst das alles noch sehr schön zusammen:

(...)Die einen Autoren greifen de Pseudo-Beweisführungen des 17. und 18. Jahrhunderts auf,
die anderen - „Bastardschaftler", wie man sie nennt - übernehmen die Behauptungen eines
gewissen Pierre Caze, Unterpräfekt von Bergerac, der, wohl aus Zeitvertreib, 1805 das erste Werk veröffentlichte, das Jeanne d'Arc als außereheliche Tochter der Isabeau von Bayern hinstellte.
(...)

Darf man denn darüber hinaus die Zeugenaussagen der Paten, Patinnen und Nachbarn vergessen? Alle berichten, dass Jeanne wirklich in Domrémy als
Kind des Jaques d'Arc und der Isabelle Romée geboren wurde. Dieselben Pseudo-Hystoriker behaupten, dass alle von der Sache wussten und natürlich auch Karl VII., der Herzlog von Alenccon, Dunois und Bertrand de Poulengy, der Jeanne von Vaucouleurs nach Chinon begleitete. Keiner äußerte sich dazu, und niemand zweifelte damals daran. Trage nicht, so sagen sie, Jeannes Wappen einen Bastardfaden, während das Schwert nie als Beizeichen angesehen wurde? Doch warum erhält nicht nur Jeanne ein Wappen, sondern auch ihre „falschen" Brüder? Floß in deren Adern etwa ebenfalls königliches Blut?!

Alle diese Thesen sind es nicht wert, dass man auf sie eingeht. Solange keine überzeugenden Beweise vorliegen, brauchen sie nicht berücksichtigt werden.
(Regine Pernoud,1991)

 

2.  Jeanne d'Arc entkam dem Feuer?!

Nein!

Es gibt immer noch Leute die meinen zu behaupten, Jeanne d'Arc wäre nicht verbrannt worden, sondern eine andere Frau an ihrer Stelle. Tatsächlich schaffen es die Verfechter dieser Theorie, ganze Seiten mit Gründen aufzulisten, warum Chauchon und seine Anhänger, Jeanne hätten laufen lassen müssen. Demnach wäre Jeanne d'Arc 18 Jahre (1449) nach dem "angeblichen" Feuertod doch einen normalen Tod gestorben. Sie litt angeblich des weiteren an Gebrechen und starb eines Natürliches Todes, verheiratet aber Kinderlos, in Lothringen in der Nähe Metz. Ihr angeblicher Gatte "Robert de Ambroises" wäre allerdings "Abstinanz" gewesen und zog sich direkt nach der Hochzeit zu seinen Brüdern zurück.

Allerdings ist diese These genauso wackelig, wie die des "königlichen Bastards". Die meisten Autoren lehnen sich dabei entweder auf die gewisse „Madame d'Arc" die nach Jeannes Tot erschien, hoch gefeiert wurde und lange in Karls Schloß lebte, oder auf eine Johanna, die einige Jahre nach Jeanne d'Arcs Tot auftauchte und sich für sie ausgab. Bei einigen (scheinbar sehr leichtgläubigen) Landleuten fand diese tatsächlich Glauben. Was die Gegenspieler dieser Theorie zugegeben selbst nicht einzuschätzen wissen ist, wieso einer von Jeannes Brüdern der Betrügerin Glauben schenkte. Wir wissen aber, dass sich besagte falsche Johanna, nach einiger Zeit und einigen Vorgängen - auf die ich jetzt nicht weiter eingehen möchte - vor Gericht wieder fand, in dem sie zugab, NICHT die echte Johanna zu sein, sondern sich nur als diese ausgegeben habe!

Die Doppelgängerin hatte sogar ihren ganz eigenen Namen; Claude de Ambroises.

Einige Autoren stellen die Zeit während Jeannes Gefangenschaft  als eine Art Schauspielerische Leistung hin. Einerseits und am penetrantesten nach außen dringend, wollen die Richter nach einem makaberen Spiel Jeanne tot sehen, hinter den dicken Mauern allerdings wird verhandelt, wie sie Jeanne am ehesten und am besten noch unbemerkt entkommen lassen könnten.

Aber nur zu seltsam, passt dieses Schauspiel in die uns überlieferten Dokumente des Prozesses der Jeanne d'Arc. Etwa in das Schauspiel in dem Cauchon noch Sorgen hatte, Jeanne könnte an ihrer Fischvergiftung sterben!? In dem Schauspiel, in dem Cauchon jene Richter wegsperren ließ, die Für Jeanne sprachen?! Und etwa in dem Schauspiel, in dem der Henker das Feuer wieder zurückkehrte, damit sie alle Jeannes verbrannte Leiche sehen konnten, als Beweis, dass sie DIESE und KEINE ANDERE Hexe tatsächlich vernichtet hatten?!

Peinlich auch für einen Verschwörungstheoretiker, der im FreeTV die Überlieferungen falsch übersetzte,  man hätte der falschen Jeanne einen Kartoffelsack über den Kopf gestülpt um ihr Gesicht zu verdecken.
Das stimmt so nicht und hätte auch die Aktion des Henkers (s. oben) komplett überflüssig gemacht.

Wenn eine andere Frau anstelle Jeannes verbrannt worden wäre, frag ich mich, ob man ihr kurz vor ihrem Tot noch gesagt hätte, was sie in den letzten Sekunden ihres Lebens rufen sollte und es in der Situation noch tat?! Wie wir wissen sollen Jeannes letzte Worte noch gewesen sein, „Alles was ich tat, geschah auf Wunsch Gottes". Es gibt sogar noch Quellen die uns erzählen, dass ehemalige Kriegsleute sich nach Rouen begaben um das Spektakel mitzuerleben. Hätten eben diese die falsche Jeanne nicht erkennen müssen? Und ohne ihre Verbrennung, hätte Jeannes Mutter nicht weinend und klagend die Revision ihrer Tochter angeforderd. -  Revision, Selig- wie Heiligsprechung wären auch nicht von besonderen ‚Glanz' gewesen.

 

3. Gab es einen Mann in Jeannes (Liebes-)leben?!

 Nein!

In wie vielen Romanen und Erzählungen, wird in aller romantischen Szenen die Leserlichkeit etwas ausgemalt, durch eine ganze Reihe Männer die Jeanne so sehr geliebt haben soll. Sei es Jean d'Metz, d'Aulon, Dunois, der Engländer Lionel oder sogar der schöne Herzog Alencon, irgendjemand war Schuld an Jeannes Gefangenschaft, MUSSTE Schuld sein, denn mit der Liebe zu einem Mann, soll Jeanne ihr Gelübde zu Gott gebrochen haben. Allein an dem Punkt, stimmt schon etwas nicht. Denn Jeanne, die in ihrem dreizehnten Lebensjahr weniger zu Gelübde gab, sich nicht zu verlieben, sondern viel mehr, ihre Jungfräulichkeit zu bewahren.

Man kann nicht genau sagen, welchen dieser Männer Jeanne nun geliebt haben soll bzw welche Geschichte davon am meisten verbreitet ist. D'Metz, d'Aulon und Betrand de Poulengy lassen sich allein durch ihre Aussage in der Revision ausschließen - für's Erste - in denen sie alle besagten, dass sie keinerlei fleischliche Begierde zu ihr empfanden, auch dann nicht, als sie sie mehrmals halbnackt sahen, und allein durch ihre Güte und Wohlwollen niemals gewagt hätten, so etwas von ihr zu erbitten. Alencon hatte eine Gattin (Nach einigen Büchern sogar mehrere) und die Geschichte des Engländers Lionel, verbreitete sich durch Schillers „Jungfrau von Orléans".
Indem Schiller Jeanne, den Engländer am Leben lassen ließ, sie sich in ihn verliebte und dadurch, wie erwähnt, ihr Gelübde brach. Doch ist diese Geschichte dennoch eine Illusion Schillers, Lionel, wenn er denn so hieß, starb noch in Jeannes Armen und das, übel zugerichtet. Sie weinte um ihn, aber weniger aus rührender Liebe, sondern viel mehr, aus dem Grund wieso sie nach fast jeder Schlacht weinte, dass sie sich die Schuld dafür gab, die Engländer ohne Beichte und mit all ihren Sünden vor Gott treten zu lassen. Zudem taucht der Name LIONEL in jeanne's Geschichte, und im "engeren Zusammenhang" bzw treffen, mit beiden Personen, erst auf, als ein gewisser englischer Ritter namens LIONEL, Jeanne vor Compiegne gefangen nahm. Nach den uns bekannten Überlieferungen, wie stolz Lionel über diese Gefangenname war und er wohl auch nur kurzweilig mit ihr direkt zutun hatte, werden da wohl nur wenige Symphatien im Spiel gewesen sein.

Und auch hier lässt sich das Zitat erwähnen, dass sie kurz vor ihrem Tot gab, in dem sie so sehr bedauerte, dass ihr „ (...) reiner, unbefleckter Körper der nie geschändet wurde(...)" derart grausam vernichtet werden soll.

Noch muss man dazusagen, hätte Jeanne sogar in ihrem Gelübde an Gott, neben ihrer Keuschheit zu bewahren noch die Verliebtheit außer Frage gestellt, wäre Jeanne nicht allzu leichtsinnig Schwurbrüchig geworden. Zudem Jeanne noch selbst gewusst oder zumindest die Überzeugung gehabt haben soll, dass sie nur ein Jahr und etwas darüber Zeit zu leben hatte. Große Familienplanung wird in den Moment wohl weniger von dannen gewesen sein. Weiter zu den Revisionsaussagen, Jean d'Metz der allgemein mehr FÜR die Jungfrau spricht, sagt u.a. aus "(...) und sie war die keuschste von allen". Neben dieser Tatsache gibt es überhaupt so einige Berichte, dass Jeanne jegliche Annährungsversuche entzürnt und mit Ohrfeigen von sich hielt....

Ein weiterer Soldat sagte aus, Jeanne sei in ihrer Rolle als Frau noch ziemlich "kindlich" gewesen.
Sie war also sozusagen erstmal Blind für die Männerliebe.
Kann man etwas anderes von einer 17jährigen verlangen, die, anders als heute, nicht von den Medien
"versaut" wurde? In einer Zeit in der Raub und Vergewaltigung an der Tagesordnung waren, dürfte ihre
Einstellung dazu eher nüchtern gewesen sein.

Auch ihre Art sich zu kleiden; Jeanne trug damals, aus Keuschheitsgründen, eine so genannte Dublette/Doublet. Ein Wamsähnliches Oberteil was doppelschichtig war bzw eine Wollstoffschicht unten drunter hatte. Mit Nestelfäden wurde ein gewöhnliches Doublet durch ca. 20 Löcher geschnürrt, Jeanne aber schnürrte ihres durch 40 Löcher. Das ist gut das Doppelte, der Versuch dies zu öffnen - während der Träger sich wehrte - dürfte sich als äußerst schwierig erweisen. Jeanne verzichtete also auf ihre eigene Bequemlichkeit, um vor solchen Angriffen in jeder Hinsicht
geschützt zu sein.

--> Haben Sie gewusst dass...? 

 Jeannes Vater seine Tochter verheiraten wollte noch bevor sie aufbrach? Jeanne lernte den Mann kennen und ging direkt vor das Gericht von Tours, um die Verlobung als ungültig abzutun.
Vor Gericht würde Sie die Aktion eines Tages folgender Maßen beschreiben;"Es war das erste und einzige Mal dass ich mich den Willen meiner Eltern widersetzt hatte!"

 

4. War Jeanne d'Arc eine Deutsche?

Nein!

Jean Markale schreibt in seinem Buch "Isabeau de Bavière", daß das Herzogtum Lothringen zur Zeit von Jeanne zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gehörte. Somit war Jeanne streng genommen Deutsche, oder ? Domrémy liegt geographisch in Lothringen, inmitten des Hochlands, durch das Mosel und Maas fließen und das von den Vogesen im Osten der Savre und Chiers im Norden, dem Argonnerwald und den Ebenen der Champagne im Westen, den Saônequellen und der Hochebene von Langres im Süden begrenzt wird.

Jetzt wirds interessant,
Domrémy war ein FRANZÖSISCHES und NICHT lothringisches Dorf!

Denn an dieser Stelle bildete die Maas die östliche Grenze des Königreichs Karl VII. Am rechten Flußufer lag Grafschaft und Bistum Toul und dahinter das Herzogtum Lothringen, die beide wenigstens rechtlich zum Heiligen Deutschen Kaiserreich gehörten!

Jeannes Nationalität ist und war unbestreitbar FRANZÖSISCH!

 

5. War Jeanne d'Arc lesbisch???

Nein!

Jeanne d'Arc wird schon seit längeren die Möglichkeit nachgestellt, lesbisch gewesen zu sein. Der Grund; Jeanne teilte ihr Bett lieber mit "jungen Mädchen", als mit Männern oder älteren Frauen. Diese einzelne Aussage bei der Revision sollte genügend Stoff, für schäbige 2 Euro Bücher im 20. Jahrhundert bieten.

Im 15. Jahrhundert war die Nachtruhe noch anders gehandelt als heute, das Nachthemd kam erst später in Mode und weil Jeanne sich nicht nackt zwischen lauter Kriegsmännern legen wollte, schlief sie in voller Rüstung. Allerdings war es zu jener Zeit üblich, dass sich junge Mädchen zusammen ein Bett teilten, - und bis Heute muss man dem keine Perversionen abgewinnen.  

Es liegen keinerlei Berichte vor, dass sich Jeanne in irgendeiner Form auffällig gegenüber Frauen verhalten hat. Männer waren "der Feind der Keuschheit", so waren Mädchen unter Mädchen einfach gut aufgehoben, und man hatte voreinander nichts zu verstecken - wie man es damals nannte "die Geheimnisse eine Frau".

 

6. Blutrünstige Tyrannin?

Nein!

Nicht jeder versteht unter dem Namen "Jeanne d'Arc" eine Heilige, die im Lichte strahlt und als "Engelgleiche" bezeichnet werden könnte.

Wie uns überliefert, hat Jeanne mehrfach Briefe verschickt, jegliche englischen Bastionen sollten die CHANCE haben, das Land in Frieden zu verlassen. War sie inmitten einer Schlacht, weinte sie jedes mal um alle verlorenen Seelen, die bei den Krieg fielen und mit diesem Kummer fand Sie sich mehr als Einmal in der Beichte wieder.

Desweiteren liegt uns noch ein weiterer Passus vor, in dem Johanna im Verurteilungsprozess gefragt wird "was ihr lieber wäre, ihre Flagge oder ihr Schwert"? Sie antwortete, dass ihr Ihre Flagge eintausend mal lieber wäre,  da es keine Waffe ist und des weiteren, dass noch nie ein Mensch durch ihre Klínge gestorben sei.

Ganz gleich ob Jehanne für Ihre Armee ein Mix aus Maskottchen oder Führungskraft war, sie gab ihren Soldaten genug Kraft und Ansporn die längst fällige Wendung im Hundertjährigen Krieg einzuleiten.

Wie überhaupt, hätte sich eine zutiefst fromme, junge Frau, die den Großteil ihrer Jugend in der Kirche
und im Gebet verbracht hat, sich den Willen des Allmächtigen widersetzen können, wenn Sie ihn vernimmt? 
Ihr gefiel nicht was Sie tat. 
Überliefert ist uns ein junges Mädchen, dass auf einem teurem Kriegsross und in einer noch teueren Rüstung sitzt und dem frisch gekrönten Dauphin auf die Frage "Was sie sich denn wünsche" antwortet, dass Sie hier nichts verloren habe und lieber daheim bei ihrer Mutter sitzen und spinnen würde.

 

7. Wurde Jeanne vergewaltigt?

Nein!

Wieder ein lästiges Vorurteil, welches Bücher und Filme zu gerne aufgreifen.

Tatsächlich aber, gibt es absolut keine Indizien dafür, dass Jeanne d'Arc im WAHRESTEN Sinne des Wortes vergewaltigt wurde! Jeanne selbst bedauert während ihres Prozesses zu Rouen ihr eigenes Märtyrium. Wie festgehalten wurde, beklagt Sie sich über die nächtlichen Vergewaltigungsversuche die ihre englischen Wachen ihr zu Leide tun.

Aber hatten Sie es wirklich geschafft?!
Nein.

1) In den Dokumenten spricht man von Versuchen, welche aber immer wieder verhindert wurden. Bei einem Versuch schrie Jeanne so laut und so lange, dass Earl Warwick im Schloss nach ihr sehen ging und die Wache von ihr entfernen konnte, ehe wirklich etwas passieren konnte.

2) Jeanne trug damals, aus Keuschheitsgründen, eine so genannte Dublette/Doublee. Ein Wamsähnliches Oberteil was doppelschichtig war bzw eine Wollstoffschicht unten drunter hatte. Mit Nestelfäden wurde ein gewöhnliches Doublee durch ca. 20 Löcher geschnürt, Jeanne aber schnürte ihres durch 40 Löcher. Das ist gut das Doppelte, der Versuch dies zu öffnen - während der Träger sich wehrte - dürfte sich als äußerst schwierig erweisen. Jeanne verzichtete Also auf ihre eigene Bequemlichkeit, um vor solchen Angriffen in jeder Hinsicht geschützt zu sein. Und das tat Sie auch während ihres Prozess, während die Wachen Sie vermutlich damit produzierten, ihre Klamotten zu stehlen,  wurde Sie ihrer eigenen Anklageschrift zufolge "Rückfällig" indem Sie nach dem einzigen Schutz griff den Sie hatte: ihre Männerkleidung.

Fazit: Wie schnell hätte solch ein Wächter Zeit gehabt, ein Doublet das
doppelt so oft geschnürt wurde wie gewöhnlich, zu öffnen, während er sich
gleichzeitig noch in einem Kampf befindet?

3) Am gleichen Tag, an dem man Jeanne zum Scheiterhaufen abführte, rief Sie aus "So scheußlich soll mein reiner Körper, der nie befleckt wurde, vernichtet werden?!" Spricht diese verzweifelte Aussage nicht für sich?

 

 

8. Starb Sie wirklich als Jungfrau?

Auch sehr oft gefragt, ob Jeanne d'Arc wirklich als Jungfrau gestorben ist! Die Antwort ist ganz klar JA! Man kann dazu auch obriges als weiteres Indiz nehmen. Es gibt auch viele Beweise die dafür sprechen!

Zum Ersten; Jeanne wurde 2 Mal daraufhin untersucht, ob Sie tatsächlich Jungfrau gewesen ist, und immer war das Ergebnis das selbe, sie war vollkommen unberührt! Die einzigen äußerlich erkennbaren Verletzungen die Sie um Schambereich hatte, kamen vom Reiten, da man damals bei der Rüstung vorhandene Lederriemen zwischen den Beinen hatte und die waren nicht gerade angenehm!

Weiteres ist, dass Sie noch etwas kindlich war, Sie hatte keine Gelüste und hat bei ihren Soldaten auch nie fleischliche Begierde ausgelöst, das haben die Soldaten in ihrer Revision über Sie ausgesagt. Man hat Sie schon damals als Heilige gesehen und niemand hätte es damals tatsächlich gewagt sie anzufassen!

Wenn manauf die vermeindliche Vergwaltigung in Rouen hinaus will, die hat es nie gegeben. Filme und Science-fiction-Autoren behaupten das gerne, aber es gibt absolut KEINE Indizien dafür, dass Jeanne d'Arc wirklich vergwaltigt wurde (s. Punkt 7). Man hat es versucht, keine Frage, aber es wurde festgehalten dass Jeanne von anderen Aufsehern "gerettet" wurde. Ihre Richter wussten schon, dass es ja eigentlich politisch falsch gewesen wäre Sie derart zu misshandeln, wobei sie auch davon absahen sie zu foltern.

Und was am wichtigsten ist; am gleichen Tag an dem man Jeanne zum Scheiterhaufen geführt hatte, rief Sie aus: "Soll mein REINER Körper, der NIE befleckt wurde, wirklich so furchtbar zerissen werden???"

 

 

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